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Arsch-Grabsch-Memory gegen Tabuisierung?

In der wöchentlichen Besprechung (einer von dreien) spricht einer der Kollegen das Thema #meetoo an. Es sei nun wieder präsent mit der #times-up-Thematik, den weißen Rosen bei den Grammy-Awards und man könne wieder aufsatteln – es zum Thema machen, Meinungen dazu sammeln. Eine kurze Pause im Raum wird von zögernden Kommentaren der Anwesenden unterbrochen – man will sich nicht so recht dazu äußern, weil man „das Thema ja eh nur falsch angehen kann“, meint unser Head of Marketing „Medial ausgeschlachtet wäre es auch ohnehin schon“.  Andere vergleich die Hashtag-Kampagne mit dem digitalen  Valentinstag, erfunden allen Emanzen der Welt, einen digitalen Grund zur Meinungsäußerung zu geben. Puh – es wird anstrengend…

Okay – nochmal von Vorn. Es ist großartig, dass durch die Aufpolsterung der Medien, ein solches Thema immer mehr Präsenz und Aussprache bekommt – schade, wenn durch die Aufplusterung Meinungen entstehen, die sich noch mehr auf die alten Rollen stützen und verhärten und das dagegen Ankämpfen noch aussichtsloser scheint. Lieber doch nichts sagen? Man macht sich schließlich sehr viel sichtbarer, als man bislang war. Was hab ich zu verlieren? Abneigung und Abwendung?

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