Improwe Blog

Abschlussprüfung zur MFA

Geschrieben von Felix Denecke am 21. November 2015

Seit vielen Jahren mache ich erfolgreich Prüfungsvorbereitung für Azubis - vor allem Medizinische Fachangestellte. In dieser Zeit konnte ich reichhaltige Erfahrungen zu den allseits gefürchteten Abschlussprüfungen sammeln und möchte diese hier teilen. 

Die Prüfungen werden jedes Jahr im Sommer und Winter neu aufgelegt und Altprüfungen (anders als in den meisten IHK Berufen) nicht aufbewahrt und der breiten Masse zur Verfügung gestellt. Durch Interviews frischer Absolventen und dank der tollen Zusammenarbeit mit der Ärztekammer, die den Azubis im Falle eines Scheiterns immer eine Einsicht in die eigene Prüfung gewährt, konnten jedoch einige Hinweise zusammengetragen werden. 

Wie bestehe ich die Abschlussprüfung zur MFA?

Natürlich kann aber auch ich nie genau sagen, welche Fragen sich der Prüfungsausschuss ausdenkt und es gilt die gute alte Regel: „Es können ALLE Inhalte der drei Lehrjahre dran kommen“. Wer also erwartet hier nachlesen zu können, auf welche Inhalte er getrost verzichten kann zu lernen, wird leider enttäuscht. 

Hier nun aber meine gesammelten Erfahrungswerte und Tipps und Tricks um sicher durch die Abschlussprüfung zu kommen: 

 

  • nutzt Eure Bücher: die Lehrbücher sind größtenteils gut aufbereitet und bieten einen tollen Überblick über alle wichtigen und prüfungsrelevanten Inhalte.
  • sinnvolle Ergänzungen: dennoch lohnt auch ein Blick in andere Quellen. Das Internet und Seiten wie www.doccheck.com oder auch kurze Lernvideos bieten teilweise sinnvolle Ergänzungen. 
  • möglichst alle Lernkanäle nutzen: je mehr Sinne angesprochen werden und je besser Ihr Euch Inhalte vorstellen könnt, desto besser sind diese zu erlernen (z.B. Kinderserien wie „Es war einmal das Leben“ regen die Phantasie und Vorstellungskraft zu Vorgängen im Körper an).
  • komplexe Fragenstruktur: die Fragen in der Prüfung können durchaus komplex und verwirrend sein, Abhilfe schafft ein Marker oder schnöder Kugelschreiberstrich an der richtigen Stelle. Markiert also die entscheidenden Wörter in der Fragestellung (das kann vor allem ein „nichtig“ statt „richtig“, „falsche“ statt „richtige“ Antwort oder ein „immer“ sein, was den kleinen aber feinen Unterscheid macht).
  • übertragen nicht vergessen: in den Prüfungsunterlagen dürft Ihr Notizen machen soviel Ihr möchtet, entscheidend ist das Übertragen der Antworten auf den Antwortbogen. Bitte nicht vergessen diesen auszufüllen.
  • tut Euch zusammen: bildet Lerngruppen und lernt nicht immer nur alleine. Der Austausch und das „erklären müssen“ von bestimmten Inhalten zeigt auf, wo Ihr noch Nachholbedarf habt.
  • to-learn-Liste: beim Lernen empfehle ich immer ein leeres Blatt Papier an der Seite zu haben, wo unbekannte Inhalte, Fachtermini und Lernbereiche kurz gesichert werden können.
  • Prüfungsbücher: sind eine sinnvolle Vorbereitung - vor allem wenn man seine to-learn-Liste neben sich hat bei der Auswertung.
  • Vorbereitungskurse: bei der Ärztekammer werden regelmäßig zu allen drei Themenbereichen Kurse angeboten (rein zufällig auch von mir :)).

 

Es wird Euch leider niemand genau sagen können, was nun dran kommt oder nicht. Auf alles gefasst zu sein, ist also mit Sicherheit kein falscher Rat. Neugierig zu sein und versuchen Zusammenhänge zu erkennen ist dabei von entscheidender Bedeutung und verschafft Euch genug Sicherheit, auch mit komplexen und unlösbar erscheinenden Aufgaben umzugehen. 

Allen wedenden MFA wünschen wir von Herzen alles gute für die Abschlussprüfung. Vor allem aber: carry on improweing!

 

Kategorien: Ausbildung