Improwe Blog

30, männlich, nachhaltig, sinnvoll???

Geschrieben von Daniele Casasanta am 14. März 2018

1.586 Kilometer legte Martin (Gründer Improwe) allein schon innerhalb von den ersten 51 Stunden der neuen Woche zurück, dazu kommen die 982 Kilometer von Yvonne (Trainerin und Coach Improwe) in der selben Zeit und der Rest der Bande war, ist und wird vor allem noch einiges an Strecke machen dieses Jahr.

Als junges Unternehmen, das im Seminar-, Weiterbildungs- und Beratungsbereich tätig ist, sind wir von Haus aus viel unterwegs-das gibt die Stellenbeschreibung so her. Dennoch und vielleicht mit unter deshalb, möchten wir neben unserer privaten Haltung dazu, im dienstlichen Kontext darauf achten, dass wir mit einem besonderen Bewusstsein lange reisen antreten, Skripte ausdrucken, Material beschaffen und arbeiten. Bewusstsein ist toll, aber welches? Wozu? Reicht das?

Wir stellen uns allgemein die Frage:

"Wie nachhaltig können wir/kann man als Unternehmen sein?"

Diese Fragestellung und das Thema an und für sich ist nicht neu, kein Trend mehr und wird inzwischen strukturiert und organisiert kontrolliert, durch die Positionierung eines Unternehmens zur Nachhaltigkeit mit Sichtbarkeit der Verantwortung - kurz CSR (Corporate Social Responsibility) behandelt, diskutiert und umgesetzt. 

 

Was führt ein Unternehmen/was führt Improwe dazu, an die Nachhaltigkeit zu denken?

Irgendwann stellt man sich in der Laufbahn eines/einer Unternehmens/Unternehmerin die Frage, welche Spuren das eigene Unternehmen beim "wirtschaften" hinterlässt und was dazu beigetragen werden kann, diese Spuren entweder zu vermeiden, zu minimieren, zu reparieren oder im besten Falle allgemein verträglich zu gestalten. Ist keines dieser  Schritte möglich, gilt es zu prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, auf einem anderen Weg, andere Spuren und Schäden (quasi fremde) zu minimieren. 

Ich behaupte an dieser Stelle, dass alle Imprower*innen im privaten Bereich einen Sinn für Ihre eigene, persönliche Nachhaltigkeit haben und dieses als sinnvoll erachten. Sei es bei der Ernährung, der Nutzung von Verkehrsmitteln oder dem Versuch nichts mehr auszudrucken und einiges mehr. Daher ist uns allen und dann als Unternehmen sehr wichtig, dass wir unsere Werbemittel dort drucken lassen, wo nachhaltig und bei Klamotten auch fair gearbeitet und gehandelt wird. Darum sind wir gerne auf Messen, auf denen eine Unternehmensberatung per se nicht zu finden ist. 

Unsere Termine - live und in Farbe;-)

Hier soll kein Maßnahmeplan dazu entstehen, wie ich als Privatperson, Mitarbeiterin und Unternehmerin nachhaltig lebe, aber bewusst Bewusstsein schaffen und ich merke, dass es ein Stück Identifikations-Blog ist (Nachhaltigkeit schaut ja schließlich gut aus-oder?)young-791849_1280.jpg

Ein solches Bewusstsein wird als Gesamt-Einrichtung immer wichtiger, da wir uns auf eine Zeit zu bewegen, in der sich die Mitarbeiter mehr denn je mit den Werten, den Mehrwerten für Mensch und Gesellschaft und dem Sinn der eigenen Handlung (als einzelne*r Mitarbeiter*in UND als Unternehmen) identifizieren möchten (und müssen?). Eines der starken Bedürfnisse des modernen Arbeitnehmers ist schließlich unter anderem sinnvolle Arbeit in meinen Lebensalltag zu integrieren. 

 

Mehr Bedürfnisse des modernen Arbeitnehmers in unserer kurzen Einführung zu New Work!

Sinnvoll soll demnach auch unsere Überlegung und unser Handeln zu unseren Hinterlassenschaften als Unternehmen sein. 

 

Was verstehen wir unter Nachhaltigkeit

Ich bin groß geworden mit einer personifizierten Umwelt, welche geschützt, gesichert und gewahrt werden sollte - die Folgen wurden aufgezeigt und auf in ein paar Jahrzehnten datiert. Das hatte mich nicht berührt oder aufgeweckt schon gar nicht motiviert - vielleicht schockiert, aber vor allem ermahnt, in Form von "Du schlimmer Mensch, was hast du der Welt nur angetan!?!" und ich habe mich schuldig gefühlt für Dinge, die  Generationen vor meiner in deren Unwissenheit verbrochen haben sollen. Durch die Mobilität, die Globalisierung und der Vernetzung haben wir heute ein ganzheitlicheres Verständnis von der Welt, den Folgen und ich weiß, wie viel CO2 ausgestoßen wird, wenn ich nun 300 g Rindfleisch esse. Habe ich dieses Wissen nicht, bietet mir das Internet alle erdenklichen Kanäle dazu.Veränderung der Welt.jpg

Heute ist Nachhaltigkeit ein Gesamtkonzept aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Entwicklung, die sich gegenseitig beeinflussen. Der ökonomische Gedanke dahinter ist nicht, wie ihn manche Unternehmen leichtgläubig auslegen, Gewinne zu erwirtschaften und diese in Umwelt- oder Sozialprojekte fließen zu lassen, sondern die Gewinne bereits Umwelt-und sozialverträglich zu erwirtschaften. Unter „Ökologisch“ wird im weitesten Sinne die Natur und der Schutz der natürlichen Ressourcen verstanden. Die soziale Entwicklung ist hierbei, dass nicht andere Menschen unter unserem Verhalten leiden müssen. Sei es durch die Auswirkungen des Klimawandels oder durch schlechte Arbeitsbedingungen und unfaire Entlohnung.

Das Thema Zeit spielt hier eine immer größere Rolle und es liegt auf der Hand, dass damit gemeint ist, dass auch unsere Kinder noch etwas von unserer Umwelt haben sollen. Und ja auch heute schon Auswirkungen zu minimieren und die Augen nicht vor den Folgen zu verschließen gehört zu einer (elterlichen?) Verantwortung. Eine solche Verantwortung zu übernehmen hat schließlich als Unternehmen je nach Größe auch einen entsprechenden Impact und zugegeben, ist es mit acht Mitarbeitern verhältnismäßig einfach Bewusstsein zu schaffen, aber mit 8.000 ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Bewusstsein weiter gegeben wird. 

 

Der Ethik-Hammer und das schlechte Gewissen

Gerne stelle ich mir beim Schreiben oft die Frage, wie es sich liest, klar! Bei so einem Thema auch angebracht, denn wo fängt man an, wo hört man auf - wo will man hin und was passiert eigentlich mit meinem Gewissen, wenn ich dann doch mal das Sprit fressende Leih-Auto nehme, weil es sonst nicht in meine Wochenabläufe passt? Zudem beschäftigt uns das Thema "nachhaltig" und fortwährend, so sehr, dass wir nun Texte darüber schreiben und versuchen keinen Ethikhammer zu schwingen, der sagt: "Geht bewusst durch´s Leben und kümmert Euch um die Umwelt" (Aus diesem Alter sind wir aber gefühlt raus oder? Man könnte ja fast schon böse Absicht unterstellen, wenn man gerade mal nicht an seine Umwelt denkt) Und spätestens hier merke ich, dass es durchaus sinnvoll ist, hier  Pläne zu haben, um Verantwortung geplant übernehmen zu können im Unternehmen. Diesem Organisiertem "Nachhalten" widmet sich bei uns aktuell (noch) keiner so recht, weil - ich erwähnte es bereits - wir alle ein Grundverständnis davon haben, nachhaltig zu leben, zu arbeiten und tun dies oder unterlassen es (bewusst). 

Und jetzt?

Tja, ein Fazit vielleicht? Wir werden uns in den nächsten Wochen mit dem Thema CSR und Nachhaltigkeit von Unternehmen beschäftigen, deren Verantwortung und die Notwendigkeit der Übernahme eben dieser.  Dieser Beitrag sollte ein authentischer Opener werden, um vielleicht auch etwas konkreter für uns zu definieren, wie wir uns als Unternehmen bewegen, bewegen sollten und bewegen wollen. Quasi den vorhandenen Geist aller Kolleg*innen in Wort und Bild packen. So wirklich konkret ist es nicht geworden oder...?

 

Naja- stay focused - Euer Daniele

Kategorien: neue Arbeit, wertewandel, Veränderung, Nachhaltigkeit