WAS IST EIGENTLICH DEIN PROBLEM – Gefühle im Business, Konflikte im Alltag – Schritt 1

WAS IST EIGENTLICH DEIN PROBLEM – Gefühle im Business, Konflikte im Alltag – Schritt 1

Du bist verantwortlich für meine Gefühle!! Oder nicht?!

Die Ursache für meine Gefühle ist in mir! Es sind die erfüllten oder nicht erfüllten Bedürfnisse, welche die Ursache für meine Gefühle sind. Andere Menschen können nur Auslöser allerdings niemals Ursache für meine Gefühle sein. Das ist ein Teil von gewaltfreier, wertschätzender Kommunikation.

Kannst du dem so zustimmen? Dann kannst du jetzt mit dem lesen aufhören.

Falls du Zweifel hast, ob das sein kann, lade ich dich ein weiterzulesen!

Was ist eigentlich das Problem?

Gefühle werden oft dazu benutzt, anderen Verantwortung zu übertragen oder ihnen die Schuld zu geben.

„Nix kriegst du hin. Ich muss mich nur ärgern wegen dir.“

„Wenn du nicht langsam mit den Unterlagen fertig wirst werde ich echt sauer.“

„Das nervt mich total wenn du nur auf dein Handy schaust in der Teamsitzung.“

„Wenn du heute Abend nicht kommst bin ich total einsam.“

„Da werde ich total nervös wenn du hier so rumhampelst.“

„Da krieg ich echt Angst wenn du so fährst.“

Vielleicht kennst du solche oder ähnliche Sätze. Wenn Menschen diese Sätze sagen machen Sie ihr gegenüber verantwortlich für ihr Gefühl. Daraus können zum Beispiel die beiden folgenden Probleme entstehen:

Die Opferrolle:

Wenn ich überzeugt bin das anderen Menschen die Ursache für meine Gefühle sind dann schiebe ich mich selbst in eine machtlose Opferrolle. Können mir andere wirklich wie mit einer Fernbedienung Gefühle machen: Jetzt bin ich frustriert, traurig, glücklich, verliebt, …

Wollen wir die Verantwortung für unsere Gefühle anderen geben und machtlos zuschauen?

Gegenangriff oder Selbstverstümmelung:

Wenn ich meinem Gegenüber die Verantwortung für meine Gefühle gebe, durch Formulierungen wie oben in den Beispielen, dann kommt oft ein Gegenangriff, welcher meist mit Ärger oder Wut aufgeladen ist. Manchmal direkt, machmal später wenn ich nicht mehr dabei bin im Gespräch mit anderen.

Oder mein Gegenüber nimmt die Schuld auf sich. Dies hat aber oft Auswirkungen auf das Selbstvertrauen der Person und verbiegt mein Gegenüber in Richtung Schuldgefühle, Scham und Depression.

  1. Schritt

Verantwortung für meine eigenen Gefühle übernehmen:

Die gewaltfrei, wertschätzende Kommunikation schärft unsere Wahrnehmung der Tatsache, dass das, was andere sagen oder tun, ein Auslöser für unsere Gefühle sein mag, aber nie ihre Ursache:

Auslöser

Sinnlich wahrnehmbare Fakten, Verhalten, was jemand tut oder sagt, objektiv

Ursache

Über Gefühle wahrnehmbar, Bedürfnisse und Werte, was ich brauche, subjektiv

Zwei Beispiele:

Statt: „Ich bin verärgert weil meine Azubis nix auf die Reihe bekommen!"

->„Ich ärger mich, weil mir Effizienz wichtig ist.“

Statt:„Ich bin frustriert, weil Sie sich nicht an Absprachen halten.“

->„Ich bin frustriert, weil ich mich auf Absprachen verlassen möchte.“

Wenn wir den Auslöser für uns erkennen und die Emotion zunächst davon trennen können, können wir zunächst sachlicher damit umgehen und die weiteren Schritte besser sortieren.

Im nächsten Blog-Beitrag werden wir den nächsten Schritt betrachten und weitere Beispiele anschauen, damit die ein oder andere vermeintliche Konfliktsituation mit anderen Augen und den richtig zugeordneten Emotionen betrachtet werden kann.

Sammelt Beispiele für Euch und schreibt die Emotionen auf, was wird ausgelöst. In der nächsten Runde schauen wir genauer drauf.

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IMPROWE Ghostwriter Community

* 30.07.2014 Federführender Autor aller Improwe Blogs.

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