Feedbackregeln – kurz und knapp

Feedbackregeln – kurz und knapp

Wie kann ich richtig Feedback geben? Die folgenden beiden Aufzählungen geben, kurz und knapp, eine Auflistung und Mini-Erläuterungen zu den gängigen Feedbackregeln. Egal ob hierarchieübergreifendes Feedback oder unter Kolleg*innen, diese gelten immer.

Feedback geben:

1.) Sei konkret!

Benenne konkrete Situationen, in denen Du eine klare Wahrnehmung (visuell, auditiv) schildern kannst. Beschränk Dich im Business auf die beiden Fernsinne, Sehen und Hören. Dein*e Empfänger*in muss wissen, von welcher Situation Du sprichst, ansonsten kann sie*er ihre*seine und Deine Perspektive nicht vergleichen.

2.) Formuliere IMMER von Dir selbst aus!

Die sogenannten Ich-Botschaften sollen daran erinnern, dass wir immer nur von unserer Wahrnehmung und von unseren Interpretationen und Gefühlen sprechen können. Je vertrauter Du mit der*dem Empfänger*in bist, desto weniger werden Ich-Botschaften angewandt, da Du durch eine mangelhafte Formulierung nicht gleich Deine gute Beziehungsebene riskierst. Halte Dich ansonsten an: "Ich konnte damals wahrnehmen..." oder "Aus meiner Perspektive,..." oder ähnliche Halbsätze.

3.) Versuch eine klare Botschaft der Wirkung zu senden!

Deine Empfänger*in interessiert in der Regel am meisten, wie das Verhalten nun auf Dich gewirkt hat. Trau Dich ruhig. Wichtig: Verlasse die alten Pfade von "gut oder schlecht" und "richtig oder falsch". Triff qualitative Aussagen. Ein kleines Training: Wie wirkt dieser Text auf Dich? Was löst er in IDir aus? Die Antwort auf diese Fragen darf keines der vier Worte oben beinhalten

(Poste gern' alles in den Kommentaren.)

4.) Atmosphäre schaffen!

Ja, dafür bist Du verantwortlich. Du führst das Gespräch. Also schaffe eine positive Atmosphäre, denn Deine Ziele sind positiv! Nimm Dir Zeit und einen ruhigen Ort, und "überfalle" Dein Gegenüber nicht gleich, sondern mache ein bisschen Small Talk zu Beginn. Und die Master-Abschlussfrage ist: "Was fangen Sie nun mit dem Feedback an? Wie war das Gespräch für Sie?"

In der Gewaltfreien Kommunikation ist es zum Beispiel sehr wichtig, darauf abzuzielen, dass der Gegenüber mit und durch mein Feedback wachsen kann. Gewaltfrei Kommunizieren - vier Schritte!

Feedback nehmen / empfangen:

1.) Sei dankbar!

Genau, freu Dich darüber, dass sich ein*e Kolleg*in die Zeit nimmt, sich mit Dir zu einem ruhigen Feedbackgespräch zu treffen. Dies bedeutet Arbeit, Vorberietung und meist auch Anspannung. Dies sollte Deine Grundeinstellung sein.

2.) Frag freundlich nach!

Wenn Du einzelne Rückmeldungen inhaltlich nicht verstehst, frag freundlich nach. Aber nur dann. Frag nicht nach, wenn Du anderer Meinung bist. Dies könnte zu Rechtfertigungen, und/ oder einem Streit führen.

3.) Rechtfertige Dich nicht!

Was bedeutet eigentlich 'rechtfertigen'? Es ist das Erklären des eigenen Verhaltens, aber eben im NACHHINEIN. Meistens können wir jegliches Verhalten rechtfertigen, im NACHHINEIN. Wir dichten uns dann die Motive und Gründe so zusammen, dass unser Selbstbild wieder passt. Warten damit wenigstens bis nach dem Gespräch.

4.) Nimm es an!

Ja, jedes Feedback sollten wir annehmen und in unsere Selbstsicht lassen. Haben wir uns noch so "anders" warhgenommen, sind dies die wirklich wertvollen Beispiele dafür, Perspektiven überhaupt wechseln zu können.

Fazit:

Geh raus und gib Rückmeldungen. Frag nach Deiner Wirkung. Lass andere an Deinen Gedanken teilhaben. Rückmeldungen geben und nehmen, was das Zeug hält. Trag so zu mehr Wertschätzung im Unternehmen bei. Wenn Du genau hinsiehst, dann erkennst Du wann Dein Gegenüber "genug" hat. 😉 Aber das ist Inhalt von Beiträgen zu Körperspräche.

Keep calm...and...carry on improweing!

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* 30.07.2014 Federführender Autor aller Improwe Blogs.

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