Feedback Einmaleins – Worauf sollte der Empfänger achten? (Teil l)

Feedback Einmaleins – Worauf sollte der Empfänger achten? (Teil l)

Nun, der fünfte Firmengeburtstag bringt es so mit sich, dass man nicht nur seine zurückliegenden Errungenschaften (etwa die Blogs) mal reflektiert und auch Rückmeldungen (Ja genau, Feedback) von vielen Seiten bekommt, sondern gegebenenfalls auch selbst mal seine Arbeit evaluiert (evaluieren lässt). Deshalb haben wir uns dazu entschieden, mit grundlegenden Thematiken der Praxis wieder ein Stück näher zu kommen. So möchten wir an dieser Stelle mit einem Zweiteiler zum Thema „Feedback als Bestandteil von Kommunikation“ noch einmal ein paar Anregungen und grundlegende Tipps im Umgang mit Feedback geben. Dabei wird uns im Teil l die Frage begleiten: Worauf sollte der Empfänger achten?, während wir in Teil ll den Sender mal unter die Lupe nehmen werden.

Begriffsdschungel!

Feedback   l Kritik   l Ärger l   Evaluation 

#allesdasgleiche?

  • Immer weniger spricht man  – zumindest im Arbeitskontext – von Kritik oder Ärger. Wer von Kritk redet, dem jagt schon der phonetische Stamm des Wortes Angst ein. Sprecht es doch einmal aus: K-R-I-T-I-K. Soviel Kr’s und Tk’s; kein Wunder, dass nicht-Deutschsprachige die Sprache der Dichter und Denker oft als aggressiv empfinden…
  • Was ist mit Evaluation? Schon weitaus eleganter. Allerdings hat das bestimmt irgendwas mit Statistik zu tun und ist sowieso viel zu abstrakt. 
  • Feedback oder auch Anregungen scheinen die vernünftigeren Lösungen zu sein, möchte man nicht allzu negativ behaftet bleiben. Komischerweise wird diesen Ausdrücken automatisch weitaus mehr Konstruktivität unterstellt. Tatsächlich setzen sich diese Begriffe vermehrt durch. Feedback ist in aller Munde. Jeder weiß was es ist, jeder scheint es irgendwie zu brauchen. Feedback bekommen wir eben alle irgendwann.

Feedback ist schließlich das, was auch wir als sinnvolle Variante von systematischen Rückmeldungen, die zu einer nachhaltigen Verbesserung führen können, bezeichnen würden. Ein richtiger Umgang damit ist nicht nur hinsichtlich der Mitarbeiterzufriedenheit und des Klimas im Betrieb, sondern auch für einen Unternehmenserfolg essentiell von Bedeutung. Doch was ist Feedback überhaupt? Genau können uns das meist nicht viele sagen, wenn man sie fragt. Problematisch wird es häufig aber dann, wenn man gerade in Unternehmen mal hinterfragt, was eigentlich mit diesem ominösen Feedback passiert, ist es einmal gegeben.

Feedback

Feedbackgespräch

,,In die Schublade bis hinter die Wollsocken“

Wie der Titel dieses Beitrags schon vermuten lässt, scheint eines beim Umgang fundamental zu sein. Feedback ist Teil von Kommunikation. Und Wie auch bei ’normaler‘ Kommunikation hat auch das Feedback einen Sender und einen Empfänger. Leider machen wir oftmals die Erfahrung, dass Feedback entweder überhaupt keinen wirklichen Empfänger hat oder dass das Feedback zwar ankommt, aber dann in irgendeiner imaginären Schublade bis hinter die letzten Weihnachtswollsocken gestopft wird. Uns liegt es daher sehr am Herzen, dass ein richtiger Umgang mit Feedback auf beiden Seiten gefördert werden kann. Denn es ist nicht Sinn der Sache, dass Feedback mit der dicksten Schaufel irgendwie ins Nichts geschippt wird, sondern Wirkung zeigt und wertgeschätzt wird.

In diesem ersten Teil möchten wir uns also einmal an die Empfänger von Feedback (also an uns alle?!) richten.

Da es natürlich unzählige Sachen gibt, die es zu beachten gilt, versuchen wir hiermit einmal, ein paar Schlüsselbegriffe gegenüberzustellen. Als Oberbegriff sei vorab schon mal die Kontextualität genannt, die in die folgenden Hinweise immer wieder mit einfließen wird. 

 

  1. persönlich affektiv oder professionell effektiv?

 

Kontext ist ein gutes Stichwort. Wir werden im zweiten Teil sehen, dass diese Frage auch an beide Seiten appelliert. Dennoch gilt es für den Empfänger, strikt zu differenzieren. Das Feedback wird in der Regel nicht allgemein gültig geben und genauso wenig versuchen, die Person oder gar den Charakter zu verändern. Vielmehr sind es Hinweise im Rahmen eines sozialen Rollenverständnisses (etwa der Arbeit). Wir alle üben soziale Rollen täglich und in den unterschiedlichsten Situationen aus. Daher:

Das Feedback unter keinen Umständen persönlich nehmen, sondern professionell und effektiv verwerten.

  1. Gewissenhaftigkeit oder Ignoranz?

Eine Präsentationssituation kann beispielsweise immer als eine relativ übersichtliche Situation gesehen werden, wo (in der Regel) entweder systematisches Feedback unmittelbar und aktiv vom Vortragenden eingefordert wird oder im Anschluss durch das ‚Publikum‘ (manchmal auch nur einem Teil davon; z.B. dem/der Vorgesetzten) in Form einer schriftlichen Evaluation gegeben wird. In jedem Fall sollte man hier als Empfänger ein professionelles Auftreten bewahren. Egal wie sehr ich mich auf’s Präsentieren vorbereitet habe und überzeugt bin, es sei alles perfekt gelaufen. Wenn ich Feedback bekomme (egal welcher Art), gilt es, dies zu akzeptieren und nicht darüber zu diskutieren, ob es gerechtfertigt ist. (Obacht! Damit ist natürlich nicht gemeint, dass man nicht genauer nachfragen darf, was der Sender denn damit gemeint hat.)

Seid euch darüber bewusst, dass das eine eben von Gewissenhaftigkeit und das andere von Ignoranz zeugt. 

 

           3. Schublade oder Gedächtnis?

Nun, es liegt immer an einem selbst, was schließlich mit dem Feedback geschieht. In der Regel ist man auch in der Lage zu unterscheiden, ob es sich tatsächlich um sinnvolles Feedback handelt oder einfach nur um Rumgemecker. Was Feedback genau ist und wie es veräußert werden sollte, wird zwar Thema des nächsten Blogs sein, aber hier sei schon mal vermerkt, dass es in jedem Fall zu einer realistischen und konstruktiven Veränderung beitragen sollte.

Kurzfassung für den Empfänger: Feedback ins Gedächtnis, Gemecker in die Schublade!        

 

Weiß ich alles schon?!

Vielleicht hört sich das jetzt alles erstmal nicht wirklich kompliziert an, und vielleicht wisst ihr das auch schon alles. Die Erfahrung zeigt allerdings: Wissen bedeutet nicht gleich Handeln. Schon allein eine professionelle Distanz bei Feedback zu wahren, bedarf oft eines sehr hohen Verständnisses für sich selbst und für seine Umgebung. Diese Distanz hilft generell auch dabei, wenn man Feedback als Teil von Kommunikation begreifen will. 

Stellt sich abschließend nur noch die Frage: Was muss nun der Sender von Feedback beachten? Abonniert doch einfach unseren Blog, dann erfahrt ihr als erste, wann der neue Blog online ist.

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* 30.07.2014 Federführender Autor aller Improwe Blogs.

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