Emotionen erkennen – 7 Grundemotionen nach Ekman

Emotionen erkennen – 7 Grundemotionen nach Ekman

Hier werden wir kurz und knapp die Emotionen vorstellen, welche Ekman in seinem lesenwerten Buch "Gefühle lesen" beschreibt. Vorab zum besseren Verständnis: Die hier aufgeführten Emotionen beschreiben den Zustand, in dem wir uns unmittelbar befinden, wenn das Gefühl ausgelöst wird. Dies kann durch externe Reize genauso passieren, wie durch innere Prozesse, wie Erinnern, Imganiation oder Ähnlichem. Die Auflistung soll für eine Kategorisierung helfen, und damit erleichtern, Emotionen erkennen zu können.

1.) Angst & Überraschung...

... sind hier zusammengefasst, aufgrund Ihres ähnlichen Erscheinungsbilds. Angst haben wir vor einer Bedrohung - sie kann häufig auf eine Überraschung folgen. Im emotionalen Zustand der Überraschung habe ich die Situation noch nicht bewerten können. Erst nach der Bewertung folgen dann weitere Emotionen. Ist es eine positive Überraschung folgt Freude, ist es eine bedrohliche folgt Angst. Angst kann in leichter Unsicherheit bis hinzu Existenzängsten empfunden werden.

2.) Ärger...

... kann eine sich selbst auslösende Emotion sein. Zum Beispiel bei folgenden Gedanken: "Schon wieder ärgere ich mich, obwohl ich mich nicht ärgern wollte..." Diese Gedankenschleife führt zu immer mehr Ärger. Wut und Zorn gehören genauso in die Familie des Ärgers, wie Skepsis oder Unzufriedenheit. Besonders, wenn ein*e Gesprächspartner*in ärgerlich wird, müssen wir sehr an uns halten, um nicht auch mit Ärger auf dieses Verhalten zu reagieren. Als Leitfaden ist dabei z.B. in Verhandlungen das Harvard Konzept zu verstehen.

 

3.) Trauer...

... wird heute oft versteckt. Sie löst bei Anderen das Gefühl des "Helfen wollens" aus. Vor allem im Business ist der Eindruck, dass man "Hilfe braucht" leider noch zu sehr mit negativen Konsequenzen verbunden, wie z.B. dass man nach der Inanspruchnahme der Hilfe keine herausfordernden Aufgaben mehr bekommt.

 

4.) Ekel & Verachtung...

... sehen sich wieder ziemlich ähnlich (zumindest nach den Forschungen zum F.A.C.S.). Jemanden zu verachten bedeutet sich jemanden moralisch überlegen zu fühlen. Ich verachte jemanden, die*der aus meiner Perspektive heraus etwas getan hat, was ethisch und moralisch schlecht ist. Unseren Ekel haben wir unserem Überlebenswillen zu verdanken. Denken Sie an den Geruch von verdorbener Milch.

 

5.) Freude...

... dient uns hier als Oberbegriff für alle positiven Emotionen. Darunter kann zählen, sich "belustigt" zu fühlen von einem Comedian, aber auch die Vorfreude oder die elterlichen "Stolzgefühle". Freude hat es an sich, dass man nach dem Erleben dieser Situationen diese wieder und wieder erleben möchte. Also hohe Suchtgefahr.

 

Dass ich gut mit den Emotionen umgehe, ist z.B. Teil des Resilienz-Konzepts, welches unsere psychische Widerstandsfähigkeit beschreibt. Ressourcen die uns dabei helfen, sind nicht nur die persönlichen Kompetenzen, es können auch Umstände bei unserer Arbeit hilfreich sein. Der Versuch, neben die kognitive eine emotionale Intelligenz zu stellen, ist weiterhin im Prozess. Für weitere und tiefere Blicke möchten wir erneut das Buch "Gefühle lesen" von Paul Ekman empfehlen, aber auch viele andere Quellen sind lesenswert. Bald hier zu finden, eine kleine Beschreibung und Bewertungen praxisnaher Quellen.

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* 30.07.2014 Federführender Autor aller Improwe Blogs.

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